Aktuelle Veranstaltung

Das wichtigste Anliegen von PERLE e.V. besteht für dieses Projekt darin, Menschen Halt und moralische Orientierung zu geben. Das ist vor allem wichtig als Gegengewicht zur Verrohung der Sprache und dem Verlust von Hemmschwellen, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten zunehmend beobachten. Märchen haben eine große Kraft, wenn sie nicht als „Kinderkram“ einsortiert werden, sondern als mögliche moralische Orientierungshilfe gesehen werden.
Die sieben Todsünden wurden seit dem frühen Christentum als besonders schädlich für das menschliche Miteinander angesehen. Sie erhielten über die Jahrhunderte hinweg immer wieder neue Auslegungen, Deutungen, Anpassungen z.B. durch Jesus, Luther, Galilei, Gandhi oder Mandela, um nur einige herausragende Persönlichkeiten zu nennen, die eine enorm hohe moralische Integrität bei gleichzeitig ebenso enormer Tapferkeit zeigten.
Anfang des 19. Jahrhundert schufen die Gebrüder Grimm mit ihrer Sammlung von Märchen einen moralischen Fundus, aus dem wir bis heute schöpfen können.

Wir durchforsteten diese Märchen nach den sieben Todsünden und fanden eindrückliche Beispiele: „Frau Holle“ für Faulheit und Neid, „Rumpelstilzchen“ für Habgier, Hochmut und Zorn und „Rotkäppchen“ für Völlerei und Wollust. Demgegenüber fanden sich die Tugenden Humanität und Weisheit in „Hans im Glück“.
Der Lübecker Komponist Arnold Nevolovitsch komponierte dazu kleine Fantasien für Orgel und Oboe. Er wird selbst die Orgel spielen. Die venezolanischen Musiker Sergio Sanchez oder Gonzalo Mejia, die viele Jahre in Lübeck an der Musikhochschule Oboe studiert haben, werden den Oboenpart zum Klingen bringen. Der Lübecker Peter Röhling liest die Märchen.